Projektschulen Informatikunterricht in der Sekundarstufe I gesucht

Die Mitteilungen zur Projektteilnahme erfolgen am heutigen Freitag, den 03.07.2020. Die für den 10. Juli geplante Online-Kick-Off-Veranstaltung wird durch eine schriftliche Information an die Schulen ersetzt.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 wird das Fach „Informatik“ in Niedersachsen Pflichtfach in allen allgemeinbildenden Schulen werden – zunächst in Jahrgang 10 einstündig, im darauf folgenden Schuljahr dann auch in Jahrgang 9.

Im Auftrag des Niedersächsischen Kultusministeriums wird das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung gemeinsam mit zwanzig interessierten Schulen über einen Zeitraum von zwei Schuljahren beginnend mit dem Schuljahr 2020/2021 entsprechendes Unterrichtsmaterial entwickeln, vorhandenes anpassen und im Hinblick auf den Pflichtunterricht erproben.

Zielsetzung der Maßnahme:

Interessierte allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe I erhalten die Möglichkeit, schon vor dem flächendeckenden Start des Pflichtfaches Informatik vorhandenes und neu erstelltes Unterrichtsmaterial für den Informatikunterricht in den Jahrgängen 8 bis 10 zu erproben, weiterzuentwickeln und zu erweitern bzw. eigenständig Unterrichtsideen entlang des Kerncurriculums für die Sekundarstufe I zu kreieren und auf die Eignung für den Pflichtunterricht hin anzupassen.


Unterstützt werden sie dabei von medienpädagogischen Beraterinnen und Beratern des Landes Niedersachsen mit entsprechend hoher informatischer Kompetenz, die mit ihrer Expertise besonders die herausragende Bedeutung des Faches Informatik für eine Bildung in der digitalen Welt im Auge haben, sowie Lehrkräften des Netzwerkes Informatik, die langjährige Unterrichtserfahrung im Fach „Informatik“ mitbringen und mit ihrem Expertenwissen zum Gelingen des Projekt beitragen werden.


Hohes Augenmerk soll auf die Evaluation des Unterrichtseinsatzes gelegt werden, um am Ende des Projektes allen zukünftig das Fach Informatik unterrichtenden Lehrkräften möglichst praxistaugliches, an den Lernenden orientiertes Material zur Verfügung zu stellen. Grundlage dafür bildet das Kerncurriculum „Informatik“ unter Einbeziehung des Orientierungsrahmens Medienbildung und damit auch der KMK-Strategie zur Bildung in der digitalen Welt.

Dauer und Organisation der Maßnahme:

12.06.2020: Kick-Off-Veranstaltung mit Vorstellung des Ablaufs und der Organisation sowie der ersten Einheit

Schuljahr 2020/21: ca. vier mehrtägige Treffen mit Vorstellung der Unterrichtseinheiten, deren Diskussion und Austausch dazu

Schuljahr 2021/22: ca. vier mehrtägigeTreffen mit Vorstellung der Unterrichtseinheiten, deren Diskussion und Austausch dazu

Benötigte Klein-Hardware, zum Beispiel Mini-Computer, kleine Roboter oder Mikrocontroller und weitere Hardware-Materialien werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in kleiner Stückzahl zum Testen zur Verfügung gestellt, allerdings nicht im Klassensatz. Eine Plattform zum Materialaustausch und zum Zwecke der Kommunikation wird ebenfalls für alle zugänglich sein.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bewerben können sich alle allgemeinbildenden Schulen beliebiger Schulform mit besonderem Interesse oder Schwerpunkt für das Fach Informatik.


Die Bewerbung ist mit dem „Bewerbungsbogen“ bis spätestens zum 29.05.2020 direkt an:


Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung
Abteilung 3
Fachbereich 35
Keßlerstraße 52
31134 Hildesheim


zu senden.


Teilnehmende Schulen verpflichten sich zur Erprobung des zur Verfügung gestellten Unterrichtsmaterials im regulären Unterricht – also z.B. nicht im AG-Bereich – in den Klassenstufen 8-10. Im zweiten Projektjahr soll dabei der Schwerpunkt auf der Festigung und Konsolidierung des im ersten Jahr erprobten Materials liegen. 

Mindestens zwei Lehrkräfte sollen im projektbezogenen Informatik-Unterricht der Schule eingesetzt werden, eine(r) davon sollte bereits Erfahrung im Unterrichten des Faches „Informatik“ mitbringen, beide sollten an allen Treffen teilnehmen.
Des Weiteren erklären sich die Schulen bereit, die erprobten Materialien regelmäßig zu evaluieren und die gemachten Erfahrungen zu kommunizieren.
Die Teilnahme an einer Abschluss-Evaluation wird darüber hinaus erwartet.

Für die nötige technische Infrastruktur - Computerräume, Roboter, etc. - und die organisatorische – Zusammenstellung bzw. Auswahl von Schülergruppen, Einbindung in die Stundentafel, Akkreditierung der Lehrkräfte zur Durchführung des Projektunterrichts - ist durch die Schule Sorge zu tragen.
Während des Projektes und im Anschluss übernehmen die teilnehmenden Schulen Verantwortung für die regionale Vernetzung zur Multiplikation der Unterrichtserfahrung.
Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los.
Es ist angestrebt, die teilnehmenden Schulen regional möglichst weit zu streuen und verschiedene Schultypen einzubinden.

Weitere Informationen, Konzeption, Anmeldung:

Eva Maria Krause,

Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung ,

Tel.: 05121 1695-433,

E-Mail: evamaria.krause@nlq.niedersachsen.de

 

 

 

Kontakt

Letzte Änderung: 06.07.2020

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